Die Zitronen so gelb, die Luft so frisch

In Polen, hinter feuchten Mauern, war sie es nicht

 

Sie schlugen, sie spuckten, sie lachten uns aus

In Israel angekommen, bekam mich niemand ins Haus

 

Das Licht was mir fehlte, nach dem ich mich sehnte

Holte ich mir morgens, wenn ich mich dehnte

Ich holte es mir abends, zum Horizont laufend

Ich kriegte nie genug, der Kerzen hat ich tausend

 

Über das Erlebte schwieg ich, man sah’s mir kaum an

Das Trauma der Nacht, selbst im Licht war mir bang

 

Die Wogen zu glätten, gelang mir erst später

Der Täter das Opfer, das Opfer den Täter

 

Ins Antlitz des Anderen zu blicken, so tief

Was es für Gefühle in mir hervorrief

 

Das Deutsch, meine Sprache, solange verstummt

Ich höre nun, wie sie in meinem Kopf summt

“Frieden” und “Neuanfang” nehm ich in den Mund

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