Am Anfang war das Wort. Es war es auch am Ende. Rauch steigt auf über den Dächern der Stadt. Fenster sind eingeschlagen. Autos abgebrannt. Hamburg, kann eine Perle eigentlich auch verkohlen? Man rief, man schrie, man schlug, man sprayte zurück. Wasser mit Hochdruck, gebt euch alle einen Ruck! Mut ist nicht zu allen Mitteln zu greifen, weil der Zweck aus mangelndem Sachverständnis als geheiligt erscheint. An der Innenalster saßen ein paar junge Leute. Sie tranken, sie rauchten, sie lasen aus Gedichtbänden vor, sie lachten. Sie schufen in sich selbst eine neue Welt, sie zerstörten nicht die der anderen. Schwäne schwimmen aufs Rathaus zu, entsetzte Bürger schauen dem Aufgang in Flammen ihres Eigentums zu. Ein Premierminister mit interessantem Akzent erklärt auf Französisch den Erfolg des Treffens. Japan und die EU feiern ein Freihandelsabkommen. Die Traumata von Kriegsgeflüchteten leben wieder auf. Sie hören es knallen, schallen, sie flüchten vor der ach so angepriesenen Diskussionskultur. Lest und schreibt und verkündet eure Worte. All dies kann Veränderung vorantreiben. Nichts davon benötigt geballte Fäuste oder Waffen. Am Anfang war das Wort. Es war es auch am Ende.

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