Es sind ein paar rezente Geschichten,

die mich heute zum dichten bringen.

Ich war am ringen, mit mir, Augenringe im Gesicht.

Auf alles außer aufs Lernen war ich erpicht.

Man stelle mir das Träumen anheim,

denn in der erdachten Zukunft fühl ich mich daheim.

Lesen und schreiben und unterstreichen,

würde mir in der Bib mal endlich jemand schmeicheln!

Speichel hab ich keinen, mein Mund ist schon ganz trocken.

Und trotzdem muss es sein, denn ich hab Bock das Examen zu rocken.

Der Sartorius macht mir den Rücken krumm.

Hab ich den Schönfelder vergessen, dann fühl ich mich so dumm

als ob ich Carl Schmitt zitierte,

als ob Nazis im Literaturverzeichnis meine Hausarbeit zierten.

Beim Lernen ist es wie im Verwaltungsrecht: Ermessensreduzierung auf Null an jeder Ecke.

Hab ich nen Kater, bleibt der Mehrwert des Lesens auf der Strecke.

Und doch geh ich nicht mit Canaris, von ZPO kenn ich nur nen Grundriss.

“Leben” beschreibts nicht, ist man in der Examensvorbereitung.

Ich hab vom lesen echt genug, ja ich meide gar die Zeitung.

Leitungswasser, weil ich mittlerweile trinke wie ein Kamel.

Wenn ich dran denke: es kommt noch das Zweite, es kommt noch der Haftbefehl.

Dann überleg ich mir: bin ich hier fehl am Platz?

Ich schau tief in meine Tasse, sniffe meinen Kaffeesatz.

Ja ich brauch Koffein, mein Adrenalin ist auf nem Niveau höher als Downton Abbey.

Boah, ich hab keinen Bock, ey!

Ob DSL oder VSD, ich geh mit Fanta Vier und MfG!

Mir egal ob ich noch ne Runde um das Grimm Zentrum dreh.

Solange ich danach endlich mal Täterschaft und Teilnahme versteh.

Die Paragraphen drehen sich im Kreis,

doch das Erste Examen ist der Preis

für meinen Fleiß und meinen Schweiß.

Ja deshalb mach ich hier den Scheiß.

Nur wer Nerven hat aus Stahl,

für den gibts den Heiligen Gral,

das “vollbefriedigend” auf dem Papier,

als wär deine Freundin nicht von hier

und denkt das sei ein Kompliment.

Ich bin der, der während der Klausurbesprechung pennt.

Dann lamentier nicht und lern weiter!

Du hast doch Angst vorm Scheitern!

Ja, wenns nur so einfach wäre,

wär ich juristisch in ner anderen Sphäre.

Gemeinsam mit Savigny,

doch dahin komm ich nie.

Und so zieh ich aus Spaß mal ne Analogie,

Ob 242 angebracht ist weiß man eh nie.

Sag mal gibts vom Studium auch nen Rücktritt?

Denk ich mal wieder solche Sachen, brauch ich nen Arschtritt.

Legendäre Auslegungsmethodik.

So schafft man den sozialen Aufstieg!

Gibt es ne Vindikationslage,

nervt mich das EBV wie die Plage.

Lieber prüf ich nen Neunfünfundachtzig.

Bei Eigentümerstellung hab ich den Durchblick.

Aber jetzt lass ich das Geschwafel

und mal das Schema auf die Tafel.

 

Ist mein Lernpensum angemessen?

Na es ist auf jeden Fall erforderlich.

Bin ich von Jura besessen?

Nee, aber aufs Examen freu ich mich!

 

 

 

 

 

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