Das Laub raschelte unter meinen Füßen. Die Sonne war am Untergehen. Ich zog die kalte Luft tief in die Lunge. Ich schaute durch die angeschlagene Fensterscheibe in das Café hinein. Dort saß sie, sie sah ein wenig traurig aus, ihre Mundwinkel nach unten gezogen. Sie schaute aus dem Fenster raus, am Walnussbaum rechts an mir vorbei, hin auf den Kinderspielplatz. Jeden Moment jetzt würde ich losgehen. Plötzlich näherte sich ihr jemand von hinten, tippte ihr auf die Schulter. Ich sah wie sich ihre Mundwinkel nach oben zogen während sie sich umdrehte. Sie mochte diesen Menschen. Die mir unbekannte Frau setzte sich neben sie und beide nahmen die Deckel von ihren To-Go-Bechern. Der Dampf stieg auf und ließ das Fenster weiter anschlagen. Ich sah alles jetzt nur noch verschwommen. Ich griff nach der Kastanie in meiner Manteltasche, setzte meine Sonnenbrille auf und schaute nach oben, sah wie die Wolken an mir vorbeizogen und die ersten Zugvögel sich gen Süden aufmachten. Noch einmal atmete ich tief ein, dann verließ ich die Szene. Sie hatte für heute schon Gesellschaft. Ich würde es morgen noch mal versuchen.

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